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Erziehungspartnerschaft mit den Eltern

Die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern ist ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit. Ein regelmäßiger und offener Austausch schafft Vertrauen und ermöglicht es, die Entwicklung des Kindes bestmöglich zu begleiten.

Der tägliche Kontakt findet durch kurze Tür-und-Angel-Gespräche beim Bringen und Abholen statt. So können wichtige Informationen über den Tagesverlauf, besondere Ereignisse oder aktuelle Bedürfnisse des Kindes unkompliziert besprochen werden.

Darüber hinaus biete ich Entwicklungsgespräche nach Absprache an. In diesen Gesprächen wird die individuelle Entwicklung des Kindes reflektiert, Fortschritte besprochen und mögliche Fördermaßnahmen abgestimmt.

Um die Gemeinschaft zwischen Eltern, Kindern und mir zu stärken, organisiere ich in regelmäßigen Abständen Elternabende oder gemeinsame Feste. Diese bieten Gelegenheit zum Austausch, zum gegenseitigen Kennenlernen und zum gemeinsamen Erleben schöner Momente.

Eingewöhnung und Bindung

Die Eingewöhnungsphase findet nach dem Berliner Modell statt. Die Eingewöhnung ist besonders wichtig für Eltern und Kind. Es findet ein Kennenlernen der Kindertagespflegestelle statt und es wird der Grundstein für eine tragfähige und sichere Beziehung zwischen mir und dem Kind gelegt. Das Berliner Eingewöhnungsmodell findet in sechs Phasen statt, welche ich Ihnen gerne erörtern möchte.

  1. Die Informationsphase
    In dieser Phase informiere ich die Eltern über meine Kindertagespflegestelle, meinen Tagesablauf, die Kosten und über mein Konzept. Dieser Austausch ist sehr wichtig, damit es später nicht zu Missverständnissen zwischen den Eltern und mir kommt. Auch informieren mich die Eltern über evtl. Unverträglichkeiten oder Allergien des Kindes, ob es noch einen Schnuller oder eine Flasche zum Einschlafen benötigt. Hat es vor etwas Bestimmtem Angst, was ist seine Lieblingsmahlzeit?
  2. Die Grundphase
    Die Grundphase beginnt optimalerweise an einem Montag, jedoch spätestens an einem Dienstag und dauert 3 Tage (ohne Unterbrechungen). In diesem Zeitraum kommen Sie (bitte nur ein Elternteil) und Ihr Kind für etwa 1-2 Stunden in meine Kindertagespflegestelle. Ihre Aufgabe ist es sich ausschließlich um die Bedürfnisse Ihres Kindes zu kümmern. Währenddessen gehe ich dem gewohnten Tagesablauf nach. Ihr Kind kann sich so an die neue Umgebung gewöhnen.
  3. Die ersten Trennungsversuche
    Ab dem vierten Tag beginnen wir gemeinsam den ersten Trennungsversuch. Hierfür begeben Sie sich für einen kurzen Zeitraum in den Nachbarraum. Sobald Ihr Kind weint oder nach Ihnen ruft, gehen Sie unmittelbar zu Ihrem Kind und schenken ihm Aufmerksamkeit oder auch Trost.
  4. Die Stabilisierungsphase
    In dieser Phase verlassen Sie zum ersten Mal die Kindertagespflegestelle. Sie verabschieden sich von Ihrem Kind, bleiben jedoch in der Nähe der Einrichtung und sind jederzeit telefonisch erreichbar.
  5. Einleben in der Kindertagespflegestelle
    In dieser Phase findet das Einleben statt und das Kind fängt an eine Bindung zu mir aufzubauen. Das Kind nimmt am regulären Tagesablauf teil, bestimmt jedoch die Geschwindigkeit selbst.
  6. Schlussphase
    Die Eingewöhnung ist für den Moment abgeschlossen. Die Bindung zwischen dem Kind und mir ist stabil. Abschließend findet hier noch ein Informationsaustausch zwischen den Eltern und mir statt.

Besonderheiten meiner Tagespflege

Meine pädagogischen Schwerpunkte sind Musik und Natur. Gerne möchte ich Ihnen im Folgenden erörtern, warum mir diese zwei Schwerpunkte für meine Kindertagespflegestelle "Piccolo Mondo" so wichtig sind.

Was man als Kind geliebt hat, bleibt im Besitz des Herzens bis ins hohe Alter.

Naturpädagogik

Mit diesem schönen Zitat, dessen Verfasser leider unbekannt ist, möchte ich gerne starten.

Wir müssen unsere Kinder lehren die Erde zu riechen, den Regen zu kosten, den Wind zu berühren, die Dinge wachsen zu sehen, den Sonnenaufgang zu hören und sich zu kümmern.

Für mich gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Die Kinder sollen bei mir die raue Rinde eines Baumes erkunden und das weiche Gras unter den Füßen spüren. Sie sollen wissen, dass jede Pflanze, so wie wir Menschen, Fürsorge benötigt, um sich in ihrer vollen Pracht entfalten zu können.

In der Natur hat man die Möglichkeit gemeinsam zu spielen, zu forschen, zu entdecken, miteinander und voneinander zu lernen. Im Grünen kann man den Wind auf der Haut spüren, den Schnee spüren, Vögel zwitschern hören, Regen schmecken, Enten füttern, Libellen und Schmetterlinge beobachten.

Regelmäßige Aufenthalte in der Natur fördern zudem das Lernen, die Kreativität und natürlich auch die Sprachkompetenz. Die Kreativität wird insofern gefördert, dass z. B. nach Steinen gesucht werden kann, die großartig zum Bemalen geeignet sind, man „neue“ Farben und Formen entdeckt.

Bei einem Spaziergang können die Tiergeräusche gehört und nachgemacht werden, Gegenstände erkannt werden oder eine Pusteblume gepustet werden. Hierbei wird die Mundmotorik und Sprachanregung gefördert.

Ein gemeinsames Picknick rundet einen schönen Spaziergang im Wald, auf einer großen Wiese wunderschön ab. Es gibt viele schöne Kinderlieder über die Natur und die Jahreszeiten, die bei einem gemeinsamen Ausflug gesungen werden können. Die Natur löst in uns positive Gefühle aus. Die Luft stärkt unser Immunsystem und wirkt sich auf unsere Atemwege aus.

Natürlich kann man die Natur auch zuhause erleben. Man kann vorher gesammelte Blätter, Eicheln, Tannenzapfen beobachten, trocknen lassen oder damit basteln. Schöne Naturkinderlieder können gesungen und mitgetanzt werden.

Musikpädagogik

Die Musik ist ein wichtiger Teil der Erziehung: Rhythmen und Töne dringen am tiefsten in die Seele und erschüttern sie am gewaltigsten.

Kinder machen Musik

Musik begleitet uns unser Leben lang. Wir hören Musik beim Sport, bei der Hausarbeit oder einfach nur zum Vergnügen. Es ist eine Sprache, die alle Menschen auf der Welt verstehen. Auch wenn man z. B. kein Englisch oder Französisch kann, so erkennen wir am Rhythmus, ob es einen traurigen oder einen fröhlichen Inhalt hat. Musik wirkt sich positiv auf uns Erwachsene, Babys und Kinder aus.

Neurowissenschaftler konnten bestätigen, dass bei Kindern und Babys, welche Musik hören, die Hirnregionen verändert aussahen, welche für die Verarbeitung von Musik und Sprache zuständig sind. Beim gemeinsamen Singen von Liedern, wird die Sprachbegeisterung und die Sprachentwicklung gefördert. Auch wird beim gemeinsamen Musizieren, das Gemeinschaftsgefühl gefördert. Schon Kleinkinder bewegen sich nach dem Rhythmus und entwickeln darüber hinaus ein Rhythmusgefühl.

Ich biete den Kindern verschiedene Instrumente an, wodurch ich hier auch die Feinmotorischen Fähigkeiten fördere, wie z. B. das Greifen oder Drücken von Gegenständen. Durch immer gleich wiederholende Bewegungs- und Tanzlieder wird sowohl das Rhythmusgefühl, die Bewegungsaufforderung, so wie auch die Sprachentwicklung gefördert.

In meiner Kindertagespflegestelle steht Musik ganz oben. Wir singen morgens gemeinsam beim Begrüßungskreis und auch bei unserem Abschiedskreis. Einmal die Woche musizieren wir gemeinsam mit Instrumenten. Die Kinder können sich hier frei entfalten und selbstständig entscheiden, welches Instrument sie gerne spielen möchten.

Natürlich ist hier eine Teilnahme kein Muss. Ich versuche den Kindern ein großes Spektrum an Musik und Tanz zu bieten, um ihr Interesse und ihre Neugier an Musik zu wecken. Und wer weiß, vielleicht wird hier der erste Grundstein für eine musikalische Zukunft gelegt.

Qualitätssicherung

Die Qualität meiner pädagogischen Arbeit hat für mich einen hohen Stellenwert. Grundlage meiner Arbeit sind die gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere § 22 SGB VIII sowie die Regelungen des Hessischen Kinderförderungsgesetzes (KiföG). Ich halte mich gewissenhaft an alle Datenschutzrichtlinien. Der vertrauliche Umgang mit den Daten der Kinder und ihrer Familien ist für mich selbstverständlich und wird konsequent umgesetzt.

Zur Sicherstellung der gesundheitlichen Sicherheit habe ich erfolgreich an einem Erste-Hilfe-Kurs am Kind teilgenommen, den ich regelmäßig alle zwei Jahre auffrischen werde.

Fort- und Weiterbildungen sind ein fester Bestandteil meiner Arbeit. Ich nehme regelmäßig an pädagogischen Fortbildungen teil, um mein Wissen aktuell zu halten und um mich weiterzuentwickeln. Besonders interessiert mich die Maria-Montessori-Pädagogik, deren Inhalte ich zukünftig gezielt durch eine entsprechende Weiterbildung vertiefen möchte. Ich stehe in kontinuierlicher und verlässlicher Kooperation mit dem Fachdienst Kindertagespflege des Kreises Groß-Gerau.

Zudem bin ich in das Vertretungssystem über den zuständigen Stützpunkt eingebunden TagesKids-Büro Mitte, um auch im Krankheits- oder Urlaubsfall eine zuverlässige Betreuung sicherstellen zu können. Der fachliche Austausch mit anderen Tagespflegepersonen ist mir sehr wichtig. Wir organisieren regelmäßige Treffen, bei denen nicht nur der persönliche Austausch stattfindet, sondern auch gemeinsame Aktivitäten mit den betreuten Kindern, wie Spielgruppen oder Ausflüge, geplant werden.

TagesKids-Büro Mitte
Schulstraße 17
64521 Groß-Gerau
Tel. 06152-989485
tageskids-bueromitte@kreissgg.de

Partizipation

Partizipation heißt für mich: Kinder haben eine Stimme und diese wird bei mir gehört. Auch wenn die Kleinen noch nicht alles in Worte fassen können, nehmen sie doch sehr bewusst wahr, was um sie herum passiert. Deshalb ist es mir wichtig, dass sie bei mir im Alltag mitentscheiden dürfen ihrem Alter und Entwicklungsstand entsprechend.

Im Alltag bedeutet das zum Beispiel:

  • Die Kinder dürfen mitbestimmen, welches Spiel wir gemeinsam spielen oder welches Buch vorgelesen wird.
  • Beim Essen dürfen sie wählen, was und wie viel sie essen möchten (natürlich aus einer gesunden Auswahl).
  • Sie dürfen selbst entscheiden, ob sie gerade allein spielen oder lieber mit anderen Kindern zusammen sein möchten.
  • Auch beim Basteln oder Malen steht nicht das fertige Ergebnis im Vordergrund, sondern die freie Entscheidung, was und wie gestaltet wird.

Ich ermutige die Kinder, ihre Meinung zu äußern, Bedürfnisse zu zeigen und eigene Entscheidungen zu treffen. Dabei unterstütze ich sie liebevoll, Grenzen zu erkennen, die eigenen als auch die der anderen. Partizipation stärkt das Selbstvertrauen und das Gefühl ernst genommen zu werden und genau das ist mir in meiner Kindertagespflegestelle Piccolo Mondo besonders wichtig.

Jedes Kind soll sich gesehen, gehört und respektiert fühlen.

Kinder sind keine Fässer, die gefüllt, sondern Feuer, die entfacht werden wollen.